Erneut über 600 Finisher beim 31. Turmfestlauf – und Ete Schulze gewinnt wieder deutlich. Etwas unsicher war sich der Arbeitskollege des früheren mehrfachen Turmfestlaufsiegers Ingo Nötzel, ob es diesmal noch zum Sieg reicht. Junge hochtalentierte Sportler hatten sich angesagt. Aber das seine Form gut war, sagte sich schon an, als er vor kurzem noch den Beeskower Altstadtlauf in guter Zeit gewann. Aber der Reihe nach: Um 14 h starteten wieder die jüngsten aus den Grundschulen aus und um Luckenwalde zu ihrer MiniStaffel rund um das Stadttheater und die Fr.Ebert-Grundschule. Rund 24 Erst- und Zweitklässler folgten dem tollen E-Mobil des Hauptsponsors F/G/M Mettchen Müller unter großem Beifall der vielen Zuschauer in die Theaterstraße. Ohrenbetäubender Lärm begleitete die Startläufer/innen bei ihren Wechseln, denn sie mußten sich die Runde mit 3 Staffelläufern teilen. Das beflügelte offensichtlich vor allem eine Zweitklässler-Staffel der Fr.L.Jahn-Grundschule so sehr, dass sie nur rund neuneinhalb Minuten brauchten. Aber auch eine Erstklässler-Staffel derselben Schule erwies sich als die schnellste ihrer Klassenstufe. Die 12 Drittklässler-Staffeln setzten dann in der Spitze noch eins drauf. So liefen Hannes Detmering, Ricky Hennig, Romina Heinrich und Ferdinand Höhne von der Grundschule Am Pekenberg als schnellste Staffel aller Ministaffeln in nur 9:12 Minuten ins Ziel. Der zweite große Start war schon immer eher den etwas älteren Schülern vorbehalten. Inzwischen findet die 2 km-Schnupperrunde, die gemeinsam mit der 4 km-Doppelrunde um die MiniMarathonläufer starten, mit diesmal rd 70 Teilnehmern immer mehr Anklang, denn viele Eltern und ihre Kinder probieren sich hier. Kein Wunder, daß zwar der Berliner Sascha Sczepek/m50 als erster ins Ziel lief, aber mit Sophia Dalbock/w8 und Ben Connor Goede/m9 zwei absolute Youngsters bald danach folgten. Doch die 4 km-Doppelrunde hat es schon in sich, denn hier gibt es schon EMBCupTF-Punkte, und die Schulen sind ja auch beteiligt mit ihren MiniMarathon-Teams. Das bedeutete diesmal gleich rd 180 Läuferinnen und Läufer. Noah Kraft/u18 aus dem OberstufenTeam des Friedrich-Gymnasiums sorgte für ein flottes Tempo und gewann in 14:21 Minuten vor seinem noch etwas jüngeren Schulkameraden Len Schneider, der noch jüngeren schnellsten Einzelläuferin, Fiona Möller vom LC Jüterbog , und dem schnellsten der Fr.L.Jahn-Grundschule, Carl Wiemann. Die MiniMarathon-Wertung der Schulen ist angelehnt an den großen Berlin-Marathon. Man kann die Zeit aus den schnellsten 10 eines Teams gut mit der Zeit der Einzel-Marathonis vergleichen. So ist es alljährlich so, daß wenigstens ein Oberstufenteam – in diesem Jahr wieder das Mix-Team des Friedrich-Gymnasiums – unter der magischen 3-Stundengrenze blieben. Da konnte das Team der Fr.L.Jahn-Oberschule um ihre schnellste, Madita Michael, zeitlich dann doch nicht ganz mithalten. Aber die Zeiten der Grundschulteams waren auch nicht zu verachten, denn das Siegerteam der Jungen aus der Fr.Ebert-Grundschule mit ihrem schnellsten Grischa Tkach brauchte insgesamt nur 3:10 Std.,und die folgenden Jungen/Mix-Teams zeigten ebenso gutes Tempo wie die zwei Mädchen-Teams um Lilli Kell aus der Fr.L.Jahn-Grundschule und Theresa Lustig aus der Fr.Ebert-Grundschule. Den Hauptlauf über 10 km in 5 Runden teilten sich wieder rund 250 Läufer/innen als Einzelstarter und in Staffeln. Interessant ist dabei natürlich für die Freaks nicht nur Sieg und Platzierung in der Einzelstart-Rubrik und den Staffelwertungen, sondern auch, ob es langsam der einen oder anderen Staffel – sie teilen sich ja zumeist die 5 Runden in 5 Sportler – gelingt, einmal vor den Einzelläufern zu landen. Erik Schulze ließ wie auch schon um letzten Jahr mit hohem Tempo von Beginn an keinen Zweifel, daß er in heimischen Geluf gewinnen will. Die Siegerzeit von 32:18 Minuten spricht dafür, daß der eigentliche Radrennfahrer vom Radteam Seidel auch in nächster Zeit noch die Nase vorn haben wird. Youngster und Triathlet-Hoffnung Philipp Gerstengarbe aus Berkenbrück sowie Robert Richter von Cyclomania Brandenburg/Havel landeten mit guter 36iger Zeit auf Platz 2 und 3. In der Frauenwertung freute sich einmal mehr Antonia Maecker/w55 aus Berlin über Platz 1, gefolgt von der aus Erlangen angereisten ehemaligen LLGlerin Mercedes Berger und Andrea Schade vom SSV Jüterbog. Oldie Ingo Nötzel war zwar nicht ganz zufrieden mit sich, denn der frühere mehrfache Turmfestlaufsieger hätte gerne noch einmal die 40-Minuten Grenze unterboten, aber ganz weit weg davon war er nicht, und mit ca 63 Jahren noch unter den schnellsten zehn zu sein, ist ja auch keine Schande. Unter den 24 Staffeln konnte das schnelle Männerteam von Mariaschutz zumindest mit dem zweitund drittplatzierten Einzelläufer mithalten. Die DLRG folgte ihnen mit gleich zwei schnellen WM Männer-Teams. Die Frauenwertung hatten die Schwimmerinnen der DLRG mit 3 Teams fest in ihrer Hand. Elf Mix-Teams schließlich, gemischt aus Youngsters und Oldies, aus Spaßteams, aber auch Firmen und Verwaltungsteams bis hin zum Hospiz Hand in Hand demonstrierten ihre Freude an Fitness und Bewegung. Über 600 Finisher feierten sich im Anschluß an die Läufe erstmals auf der Volksbühne mitten auf dem berühmten Luckenwalder Boulevard – und fanden sich damit gleich mitten im tollen Luckenwalder Turmfest. Ein Großes Dankeschön gilt allen Läuferinnen und Läufern, allen Organisatoren von Stadt und Vereinen, unserem ewigen Laufmoderator Bernhard, allen Sponsoren, allen Helfern und allen Schulen, die den Luckenwalder Citylauf zum 31. Mal möglich gemacht haben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr