Offene Hallenkreismeisterschaften in Mellensee mit über 80 Teilnehmern Hochsprung ist etwas für charakterstarke Sportler, meinte Organisator Frank Henschel vom gastgebenden RSV Mellensee am Sonntag in seiner Begrüßung der Sportler – und meinte sicherlich damit, daß es schon für viele Mut erfordert, die Latte zu überqueren. So war auch nicht jeder Verein aus dem Kreis Teltow-Fläming beteiligt. Immerhin reisten neben den Gastgebern der SC Trebbin mit auffällig vielen Jungtalenten sowie der LC Jüterbog und die LLG Luckenwalde mit einigen Talenten an. Und dazu scheuten eine Reihe junger Sportler von außerhalb des Kreises wie die aus Königswusterhausen, des SC Berlin und sogar auch Torgelow die weitere Anreise nicht. Als einer der ersten des 7köpfigen LLG-Teams mußte der jüngste antreten, Mattes Peschke/m10, der im Training noch einige der geforderten Höhen geschafft hatte. Die Aufregung bei seinem ersten Hochsprungwettkampf spielte ihm wohl einen Streich. Bei zunehmender Erfahrung wird er sicherlich die nötige Coolness für gute Sprünge bekommen. Lilli Kell und Amelie Schulze, beide w12, hatten sich Sprünge über 1,20m vorgenommen genauso wie Lea Marie Goede (w13) – aber auch hier war es wie verhext. Sie scheiterten jeweils knapp an der Höhe 1,22m, schafften aber immerhin mit 1,18m im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung. Überragend hier allerdings die hochgewachsene 12jährige Griechin Maria vom LC Jüterbog. Grischa Tkach/m13, der im Prinzip erst in den letzten beiden Trainings die 1m-Grenze wieder gepackt hatte, zeigte sich diesmal nervenstark und überraschte trotz seiner relativ geringen Größe mit für alle überraschenden 1,26m, die nur noch die gleichaltrige Frieda Ruthenberg mit 1,30m toppen konnte. In der Differenzwertung (Körpergröße zu Sprunghöhe) sich Grischa Bronze. Aus unserer älteren Trainingsgruppe trat mittags der 15jährige Leandro Schindler an. Mit soliden Sprüngen kam er schnell an seine derzeitige Bestleistung 1,55m heran, steigerte sich relativ problemlos auf 1,58m. Doch dann haderte er – wie es oft ist - mit seinem Anlauf, und scheiterte knapp an 1,62m. Während es nun gilt, den jungen Mattes wieder etwas aufzubauen, können zumindest alle beteiligten LLGler eine neue persönliche Bestleistung aufweisen. Und da in den Altersklassen manches Mal nur die Konkurrenz von außerhalb TF besser war, kehrten einige von ihnen mit Kreispodest-Plätzen heim. Wer allerdings sich die Zeit nahm, den Hochsprungwettbewerb auch bei den Erwachsenen zu beobachten, sah ein beeindruckendes Novum: Der Trainer aus Torgelow, der nicht unbedingt der größte ist , aber auch schon die 2m-Marke übersprang, absolvierte zuerst Flopsprünge von links, ehe er dann wohl auf seine noch bessere rechte Anlaufseite wechselte – es hat alle anwesenden Zuschauer fasziniert. Andre Möhl dürfte wohl einer der wenigen sein, der seine eigene Körpergröße von beiden Seiten überspringen kann – eine koordinative Meisterleistung, großes Erlebnis für alle und Motivation zum Wiederkommen.