Dritter Lauf im Sonnenschein mit mehr als 300 Teilnehmern – Prominente Sportler dabei Zwar war die Strecke etwas länger als bei den übrigen Läufen. Doch wenn die Bodenverhältnisse optimal sind und das gute Wetter lockt, dann können einfach mehr Leute ihren „inneren Schweinehund“ überwinden. So genossen am vergangenen Sonntag am Luckenwalder Stadt-/ Tierpark gleich über 300 Läuferinnen und Läufer von Jung Jung bis Alt die strahlende Sonne. Großen Anteil daran hatte dabei das weibliche Geschlecht mit allein rund 40 Damen mehr als bisher. Marcus Neumann, unser Vorsitzender, schickte vor dem Eingang des Friedrich-Gymnasiums gleich als erste über 80 sportliche Kinder von 6 bis 11 Jahren auf den idyllischen Weg am Wasser entlang ins im Wald gelegene Elsthal. 2,8 km machten ihnen kaum etwas aus. Vor allem der 10jährige David Mazur von TuS Lichterfelde sicherte sich mit seinem dritten Sieg bereits den Gesamtpokal der Schüler u12. Sein ein Jahr älterer Vereinskamerad Jonas Heinke und der 10jährige Jaromir Huth vom SV Linde Schönewalde folgten ihm mit einigen Sekunden Abstand. Kurz dahinter liefen in bewährter Reihenfolge des 2. Laufs die elfjährige Emily-Emilia Wotschke vom TSV Wiesenburg, eng gefolgt von der gleichaltrigen Alma-Rosa Marschner vom LC Jüterbog, und die 10jährige Matilda Ruben vom MSV Zossen ins Ziel vor dem Tierpark. So sicherte sich auch die junge Wiesenburgerin bereits vorzeitig den Gesamtpokal der Schülerinnen in der Mädchenwertung. Schnellste Schüler u12 der LLG waren einmal mehr Clemens Bachmann und Theresa Lustig. Kurz darauf starteten gut 60 Jugendliche bis zum Höchstalter 15 Jahre. Der 15jährige Richard Jäger vom Mahlower SV, der vergangenen Woche gefehlt hatte, zeigte aber auch wie in Lauf 1 wieder eine souveräne Leistung und war auf die Sekunde genau 1 Minute schneller als der Sieger bei den jüngsten zuvor. Nach dem gleichaltrigen Levi Hetiwer von der wie immer großen Lichterfelder Laufgruppe blieb die Siegerin des Laufs 2 die noch sehr junge Fiona Möller vom LC Jüterbog als schnellstes Mädchen ebenfalls noch unter der 11 Minuten-Grenze. Ihr folgten als zweite und dritte zwei Mädchen von TuSLi, Marie Merten und Mette Mertsching. Fiona dürfte damit auch schon den Gesamtpokal bei den Mädchen gesichert haben, während Richard Jäger noch eine Laufwertung fehlt. Innerhalb der Läufer der gastgebenden LLG setzten sich Leo Kaufmann und Lea Marie Goede durch. Die 7,2 km-Mittelstrecke mit knapp 80 Teilnehmern stand diesmal ganz im Zeichen von einigen Modernen Fünfkämpfern. Daß die Siegerin der beiden bisherigen Läufe , Janine Kohlmann, als schnellste Frau diesmal Platz 2 belegte, war daher auch keine Schande für sie, denn der junge Sieger Platon lefremenko (u20) vom SCC Berlin war einfach eine Klasse für sich. Die jungen Berliner Mathis Heinke-Beziat vom ASV und Vladislav Bezgachev belegten mit guten Zeiten bei den jungen Männern Platz 2 und 3 ebenso wie Amaya El Masri (u20) aus Wandlitz und Lovine Ruh (w20) von TuSLi bei den Frauen. Bei den Männern über 60 nutzte Rolf Wilkenhöhner vom SCC Berlin die Gunst der Stunde als schnellster Oldie vor Carsten Hahn vom Team Tibet und Mathias Weiß vom RC Berliner Bär. Die gleichaltrige Frauenwertung gewann mit Andrea Thamm von A3K ebenfalls eine Berlinerin. Sie ist allerdings bei Sportkennern keine Unbekannte, denn im Para-Triathlon sorgt sie schon viele Jahre für Spitzenplätze nicht nur mit deutschen, sondern auch Europa-Meister-Titeln. Erfreulich, daß auch auf der Mittelstrecke vom Gastgeber LLG einige Sportler dabei waren, aus denen sich als schnellste mit Frank-Michael Kelch und der angehenden Abiturientin Fritzi Panknin herauskristallisierten. Auch bei den wieder angetretenen 20 Walkern auf der Mittelstrecke zeigte sich ein Berliner als Sieger von seiner besten Seite: Der Berliner Triathlet Thomas Thamm setzte sich mit Sekundenvorsprung vor den Sieger des 1. Laufs Holger Mehlis aus Thyrower. Sabine Rischow aus Blankenfelde blieb wie die beiden noch unter einer Stunde. LLGlerin Anja Jürgen, die zuvor ihrer Aufgabe in der Anmeldung nachging, und von der man sagt, daß sie wohl die einzige promovierte Vereinskassenwartin in Brandenburg ist, zeigte auch hier ihren besonderen Ehrgeiz als zweitschnellste Frau nur knapp über dieser Stundengrenze und Vierte im Gesamteinlauf. Auf der 10,1 km Langstrecke – hier hatten die über 60 Läufer eine Extra-Hügelrunde im Elsthal zu drehen – sah sein Vater wieder einen ungefährdeten Sieg von Erik Schulze vom heimischen Radteam Seidel. Von nichts kommt nichts – das konnte man übrigens bei Erik am Tag zuvor sehen, als er sich mit seinen Radsportkameraden bei einem Trainingsausflug auf der Skaterbahn mit Höllensprinttempo quasi warm fuhr. Der Brandenburger Stefan Grützmacher sowie der Luckenwalder Laktater Christoph Achnitz belegten schließlich die Plätze zwei und drei und sammelten erneut reichlich Punkte für die Pokalwertung. Den Gesamtpokal der Langstrecke kann aber „Ete“ Schulz keiner mehr nehmen. Unter den vielen Langstrecklern muss man aber auch immer wieder den LLG-ler Rene Schön hervorheben, der in Vor- und Nachbereitung der Strecken unglaublich viel Energie steckt und dann auch noch die Energie hat, selbst mitzulaufen. Aber noch einmal zur Mittelstrecke: Vor einigen Jahren hatte hier eine Gruppe von Assen aus dem Triathlon-Bereich für schnelle Zeiten gesorgt. Das haben diesmal vor allem drei Fünfkämpfer übernommen. Als ein kleines Deja-vu stellte sich schließlich heraus, daß Janine Kohlmann sowie Platon lefremenko und Amaya El Masri derzeit zum aktuellen Nationalkader im Modernen Fünfkampf gehören, die am Stützpunkt in Berlin für besondere Erfolge sorgen. Die für den Neußer Schwimmverein startende Janine Kohlmann kam über die Potsdamer Kaderschmiede an den Berliner Stützpunkt. Als Polizeikommissarin nutzt sie die Unterstützung durch ihren Arbeitgeber mit oft bis zu 5 Stunden täglichem Training für gleich 5 Disziplinen. Laserpistolenschießen, Degenfechten, Schwimmen, Hindernisparcours und eben Laufen müssen eben für ein besonders hohes Niveau auch besonders intensiv vorbereitet werden. Das zahlte sie bereits mit vielen Erfolgen zurück durch zahlreiche Gold-, Silber- und Bronzemedaillen in Team und Staffel bei Welt- und Europameisterschaften. Die beiden jüngeren Sportkollegen Platon lefremenko und Amaya El-Masri nannten in einem Kruzinterview zu ihren größten Erfolgen in ihrer ja noch kurzen Karriere die gemeinsame Goldmedaille in der Mixstaffel bei den Jugend-Europameisterschaften ihrer Altersgruppe. Amaya gewann allerdings auch schon die Bronzemedaille bei der u19-WM und holte im Team Silber, und Platon zählte im selben Wettbewerb zu den besten. Wir wünschen allen drei sympathischen Sportlerinnen und Sportlern noch viele Medaillen und vor allem viel Freude in ihrer so vielseitigen Sportart. Während Janine Kohlmann sich wohl am kommenden Sonntag beim 4. Lauf auch den verdienten Gesamtpokal holen wird, warten für die beiden jüngeren Kameraden wieder andere Aufgaben. Der letzte Lauf der 42. Luckenwalder Crosslaufserie startet wie immer um 10 Uhr hinter dem W.Seelenbinder-Stadion. Die Strecken sind wie immer etwas kürzer als die vorherigen drei Läufe – aber es geht in den Waldhügeln sehr intensiv rauf und runter. Hier geht es für viele neben dem Gesamtpokal in den einzelnen Streckenwertungen noch um die Alterspokale in den bekannten Farben Gold, Silber und Bronze. Anmeldungen kann man sich noch bis ca. 1 Std. vor den Starts im Tribünengebäude des Stadions. Zum Abschluss feiern mittags dann mehrere hundert Sportler und ihre Fans die Pokalsieger und sich selbst, die sie in den vier Wochen viel für ihre Fitness getan haben oder eben die Läufer mit kräftigem Anfeuern unterstützt haben. Die gastgebende LLG sorgt natürlich wie immer dazu auch für etwas „Futter“ und Moderator Bernhard für unterhaltsame Musikuntermalung.